Politik

Für mehr Rücksicht in sozialen Medien: Schulprojekt „Respekt digital“ startet

Landesregierung und LPR Hessen ermuntern Jugendliche zu einem respektvollen Umgang im Internet

 

Wiesbaden. Die Hessische Landesregierung wirbt im von ihr ausgerufenen „Jahr des Respekts“ mit Aktionen und Projekten für Werte wie Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf die neuen Medien gelegt werden, da  Fake-News und Hass in sozialen Netzwerken mittlerweile alltäglich sind. Um ein Zeichen gegen Respektlosigkeit im Netz zu setzen, startet die Landesregierung gemeinsam mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) das Projekt „Respekt digital“. Ab sofort können sich hessische Schulklassen der Sekundarstufe II bewerben.

 

Nahezu alle Jugendlichen tauschen sich heute regelmäßig über soziale Medien aus. Sie lernen dabei auch die Schattenseiten kennen: persönliche Beleidigungen bis hin zu Cybermobbing, Hasskommentare, falsche Nachrichten und gezielte Stimmungsmache. „Diese Negativphänomene gibt es in allen Altersgruppen, Jugendliche trifft dieser Gegenwind aber besonders hart. Gefahren lauern durch verletzende Kommentare im Schutz der Anonymität ebenso wie durch verdeckte oder offene Beeinflussung von extremistischen und populistischen Meinungsmachern. Deshalb wollen wir in einem Kooperationsprojekt jugendliche Internetnutzer in medienpädagogischen Workshops ins Gespräch bringen und Vorschläge sowie Motive erarbeiten lassen, die für einen respektvolleren Umgang in den sozialen Medien werben“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Medienbeauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer.

 

„Jugendliche wissen oft nicht, was sie mit Hasstiraden im Netz auch in der realen Welt anrichten“, so LPR-Hessen Direktor Joachim Becker. „Indem ihnen die Konsequenzen von Mobbing und Ablehnung nicht nur im Hinblick auf die Gesellschaft, sondern auch auf ihre ganz persönliche Lebenswelt aufgezeigt werden, wird das Thema für sie greifbar und zugänglich.“ Ziel sei, dass die Schülerinnen und Schüler eine für ihre Altersgruppe geeignete Ansprache und Motive entwickeln, um für mehr Respekt im Netz zu werben.

 

Das viertägige Projekt besteht in der ersten Phase aus einer zweitägigen Medienbildung und zwei Tagen praktischer Medienproduktion. Hierbei lernen die Jugendlichen unter Anleitung von Medienprofis die Auswirkungen von Hetze und Hass im Internet kennen und erstellen auch eigene Medienproduktionen. Diese werden im Anschluss über die Online-Kanäle der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ verbreitet.

 

Nähere Informationen zum Projekt und zur Anmeldung stehen unter folgenden Links zur Verfügung:
www.hessen-lebt-respekt.de/projekte/respekt-digital
www.medienblau.de/respekt (Anmeldung)

 

„Hessen lebt Respekt“ im Internet: www.hessen-lebt-respekt.de

 

 

Zweites Tastmodell vorgestellt

Bürgermeister und Sozialdezernent Arno Goßmann hat heute das zweite Wiesbadener Blindentastmodell eingeweiht.

 

„Das zweite Tastmodell, das in unserer Stadt zu sehen ist, zeigt das Kurhaus, das Theater, die Brunnenkolonnaden und Teile des Kurparks. Es ist ein beispielhaftes Projekt inklusiver Teilhabe“, so Goßmann.

 

Durch die Tastmodelle können historisch markante und das Stadtbild prägende Gebäude von allen Menschen erfasst werden. Besonders sehbehinderte und blinde Menschen erhalten so einen Zugang zum Stadtbild. Bürgermeister Arno Goßmann dankte im Rahmen der Einführung besonders dem Künstler und Gestalter des Tastmodells, Egbert Broerken, der die besonderen Gebäude im Maßstab 1:250 spürbar gemacht hat.

 

Das erste Tastmodell steht seit 2011 in der Fußgängerzone und zeigt das Historische Fünfeck. „Es entwickelte sich zu einem Publikumsmagnet und wurde von der Bevölkerung begeistert angenommen. Das neue Modell wird sicherlich eine ähnlich positive Resonanz hervorrufen und bei den Stadtführungen nicht nur bei Menschen mit einer Sehbehinderung besondere Beachtung finden“, so Bürgermeister Arno Goßmann.

 

 

Jugendparlament für Liveübertragungen

Das Wiesbadener Jugendparlament hat sich auf seiner jüngsten Sitzung am 28. März dafür ausgesprochen, einen Antrag der AfD-Fraktion im Rathaus zu unterstützen, der Liveübertragungen der Stadtverordnetenversammlung fordert. Der Antrag wird am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung beraten und abgestimmt.

 

Das Jugendparlament hofft, dass der ideologiefreie und sachliche Antrag eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung findet, auch wenn er von der AfD komme. „Wir sehen in diesem Antrag ausschließlich positive Aspekte und wir sehen keinen Grund, warum eine Fraktion am Donnerstag dem Antrag nicht zustimmen sollte. Liveübertragungen der Stadtverordnetenversammlungen machen das Parlament als öffentliches Gremium transparenter und die Menschen haben leichter Zugang zu den Entscheidungsprozessen“, so Silas Gottwald, Vorsitzender des Wiesbadener Jugendparlaments.

   

Sprechstunde des Delkenheimer Ortsvorstehers

Die nächste Sprechstunde des Delkenheimer Ortsvorstehers Robert Buchroth findet am Dienstag, 28. März, von 18 bis 19 Uhr im Sitzungszimmer der Ortsverwaltung Delkenheim, Rathausplatz 2, statt.

 

Jugendgespräch in Nordenstadt

Das Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden, wi&you und die Mobile Jugendarbeit in den östlichen Vororten lädt am Dienstag, 28. März, um 18 Uhr in das Haus der Vereine, Turmstraße 11, zum ersten Jugendgespräch in Nordenstadt ein.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, allen Nordenstadter Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren ein Forum zu bieten, in dem sie sich über ihren Sozial- und Lebensraum Nordenstadt austauschen und sowohl ihre Wünsche als auch Kritik anbringen können. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Themen erarbeitet und bei Bedarf erste Netzwerke aufgebaut.

 

Das Projekt findet um 18 Uhr im Haus der Vereine in der Turmstraße 11 statt.

 

Für weitere Informationen steht Daniela Karlowski in der Schultheißstraße 21 und unter der Telefonnummer (0611)50509730 zur Verfügung.

 

   

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