CDU steht für unideologischen und an der Umsetzung orientierten Schulbau

Claudia Spruch: Mit der WiBau können weitere Projekte zeitnah umgesetzt werden: Einsparungen von Containermieten und Verkaufserlöse über stadteigene Gesellschaft in Fritz-Gansberg-Schule und berufliche Schulen investieren

 

„Ideologie scheint bei der SPD über die Leistungseffizienz zu gehen, anders kann der Vorschlag, die Wiesbadener Schulbaugesellschaft WiBau aufzulösen, nicht gewertet werden. Gleichzeitig mehr Investitionen in den Schulbau zu fordern, aber den städtischen Weg zu versperren, funktioniert nicht“, so Claudia Spruch,  schulpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion.

 

Die CDU bleibe auch künftig der Garant dafür, dass weiter in die Wiesbadener Schullandschaft investiert wird. Das hätten die Christdemokraten in den vergangenen Jahren bewiesen. In keiner Phase der Stadtpolitik sei so viel Geld in den Schulbau geflossen, wie in der Amtszeit der CDU-Dezernentin Rose-Lore Scholz. Rund 200 Millionen Euro in etwa 70 größeren Maßnahmen konnten auf Grundlage der Beschlüsse, die die CDU vorangetrieben habe, umgesetzt werden.

 

Im Schulbau gelte weiterhin: viel getan, viel zu tun. Eigentlich sei allen politisch Verantwortlichen bewusst, dass nur so der Sanierungsstau aus früheren Jahrzehnten weiter sukzessiv abgebaut werden könne.

 

Selbstverständlich hätte man sich freuen können, wenn ein weiterer fünf Millionen Euro Kredit von der Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt worden wäre. Fakt sei aber auch, dass Wiesbaden 19,1 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes Hessen erhalten habe. Mittel die „on top“ kamen und nicht im Kämmereientwurf enthalten waren, müsse man ebenso zur Kenntnis nehmen wie die Tatsache, dass das Land bereits eine Kreditaufnahme trotz strikter gesetzlicher Regelungen ermöglich habe. „Ehrlicherweise kann man an dieser Stelle trotz unterschiedlicher Perspektiven durchaus auch mal Danke sagen. Das gilt auch für die SPD. Zur Wahrheit gehört auch, dass sich die CDU-Rathausfraktion dafür eingesetzt hat, dass die KIP-Mittel komplett in den Schulbau investiert wurden. Manch ein Sozialdemokrat hat hier bereits andere Pläne gehabt“, stellt Spruch fest.

 

„Natürlich ist die CDU nicht zufrieden, dass, neben den bereits beschlossenen Schulbauprojekten, der dringend erforderliche Neubau der Fritz-Gansberg-Schule mit einem Bauvolumen von rund 15 Millionen Euro und ein Neubau im Berufsschulzentrum mit einem Bauvolumen von rund acht Millionen Euro noch nicht finanziert sind. Für mich gibt es die Option nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wir müssen alle Lösungsmöglichkeiten prüfen. Bei diesen beiden Projekten sehe ich einen Hoffnungsschimmer“,  so Claudia Spruch weiter.

 

Kosten für die Nutzung von Schul-Containern, die aufgrund von Neubauten zeitnah sicher wegfallen oder demnächst wegfallen könnten, könnten für die Finanzierung von Neubauten eingesetzt werden. Nach einer ersten Übersicht seien dies derzeit rund 315.000 Euro jährlich an Mieten für Container, die dann zur Finanzierung von Neubauten eingesetzt werden könnten.

 

Darüber hinaus könne man eine Reihe von Grundstücken, die durch Neubauten von Schulen an anderer Stelle frei würden, auf dem freien Markt veräußern. Dies beträfe insbesondere die Grundstücke der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Fritz-Gansberg-Schule, für die jeweils ein Schulneubau beschlossen bzw. beabsichtigt sei. Ebenfalls träfe dies für ein Grundstück zu, auf dem bisher Container für die Schulbetreuungsarbeit der Diesterwegschule platziert waren, die aber künftig in einem Anbau auf dem Schulgrundstück ihren neuen Standort finden werden. Überschlägigen Schätzungen zufolge, könnten durch die Veräußerung dieser Grundstücke zweistellige Millionenbeträge erlöst werden. Somit benenne die CDU nicht nur abstrakt eine Idee, sondern hinterlege dies mit konkreten Vorschlägen.

 

„Mit den ersparten Mieten für die Schul-Container und unter Nutzung der Erlöse aus dem Verkauf der frei werdenden Grundstücke, ließe sich schon ein Großteil der Kosten für den Bau der Fritz-Gansberg-Schule und eines Schulneubaus im Berufsschulzentrum finanzieren“, wirbt die CDU-Schulpolitikerin. Da eine weitere Kreditaufnahme seitens der Stadt Wiesbaden aufgrund der Einwendungen der Kommunalaufsichtsbehörde nicht in Betracht komme, schlägt Spruch vor, für die Errichtung der beiden genannten Schulen, ein Vollunterhaltungsmodell über eine städtische Gesellschaft zu wählen. Dabei wird das Gebäude im Auftrag der Stadt errichtet und von der Beteiligungsgesellschaft dem Schulträger für 30 Jahre zur Verfügung gestellt sowie werterhaltend unterhalten.  Jetzt komme es darauf an, auch bei den laufenden Haushaltsausgaben noch eine kleine Prioritätensetzung vorzunehmen, damit die beiden Schulbaumaßnahmen sehr zeitnah umgesetzt werden können.

 

„Damit bietet die WiBau, die die Sozialdemokraten auflösen möchten, die Möglichkeit, weitere Schulbauten auf den Weg zu bringen. Einmal mehr steht die CDU dafür, nicht nur zu sagen was man sich gerne wünschen würde, sondern konkret zu benennen, wie es gehen kann. Ideologische Denkverbote sollte es nicht geben“, so Claudia Spruch abschließend.

 












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