Weitere Arbeitsmarktprojekte beschlossen

Am Donnerstag, 3. März, hat die Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden die Fortsetzung beziehungsweise Finanzierung zweier Projekte beschlossen, die auf eher ungewöhnlicheren Wegen in den allgemeinen Arbeitsmarkt führen. Das Projekt „AiDe – Ankommen in Deutschland“ wird von der Stadt kofinanziert und das Arbeitsmarktprojekt „Vermittlungsmodell Schloß Freudenberg“ wird für ein Jahr fortgeführt.

 

„AiDe befasst sich mit der beruflichen Integration von hochqualifizierten Migrantinnen, die ein wertvolles Fachkräftepotenzial für unsere Wirtschaft darstellen. Der Verein ‚BerufsWege für Frauen‘ eröffnet mit diesem Projekt nicht nur Chancen für ausländische Fachkräfte, sondern ebenso für Wiesbadener Unternehmen“, erklärt Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel. Unter anderem sieht das Projektkonzept vor, dass Unternehmen und Migrantinnen in der Bewerbungsphase durch besondere Aktivitäten wie eine Bewerbungsjury und -treffpunkte in Kontakt kommen.

 

Das ‚Vermittlungsmodell Schloß Freudenberg‘ hingegen nutzt eine am Standort Wiesbaden vorhandene Einzigartigkeit: das deutschlandweit bekannte „Erfahrungsfeld der Sinne“. Von den damit im Schloss vorhandenen Aufgabenfeldern und besonderen Herangehensweisen profitieren langzeitarbeitslose Wiesbadener auf dem Weg zurück in den Beruf. So hat in 2015 beispielsweise ein 58 Jahre alter Projektteilnehmer nach langer Suche über das Vermittlungsmodell eine sozialversicherungspflichtige Stelle erhalten. Das von Schloß Freudenberg entwickelte Modell umfasst verschiedene Zeitfelder beziehungsweise Phasen, in denen unter anderem psychosoziale Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit aufgelöst und für die berufliche Wiedereingliederung wesentliche Faktoren wie beispielsweise Selbstwert und Motivation entwickelt werden. Letztendlich wird das breite Netzwerk der Einrichtung für die Vermittlung genutzt.

 

AiDe läuft bis 2017 und wird zu rund 5 Prozent aus Eigenmitteln des Vereins BerufsWege für Frauen, zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und zu 45 Prozent aus dem Budget der Beschäftigungsförderung im Amt für Wirtschaft und Liegenschaften finanziert. Die Umsetzung obliegt dem Verein. Das Arbeitsmarktprojekt Vermittlungsmodell Schloß Freudenberg wird aus Mitteln des städtischen Jobcenters sowie der Beschäftigungsförderung finanziert und von beiden gemeinsam mit Schloß Freudenberg umgesetzt.












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