Gelungenes erstes Treffen zur Bürgerbeteiligung „Sporthalle Biebrich“

Die Sporthalle am Dyckerhoff-Sportfeld in Biebrich ist von 1963 und weist bauliche Mängel auf. Es stellt sich die Frage, ob die vorhandene Halle saniert werden oder durch einen Neubau als Dreifeldhalle ersetzt werden soll. Das Wiesbadener Stadtparlament hat entschieden, dass zu dieser Frage eine Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung einer Empfehlung vorgeschaltet werden soll.

 

Am Montagabend hat sich ein Arbeitskreis zur Beratung erstmals getroffen. Eingeladen waren die Biebricher Sportvereine und die Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule als Nutzer, der Ortsbeirat und die interessierte Öffentlichkeit. Vertreter der städtischen Verwaltung gaben zunächst Information zur planerischen Situation, zum Zustand der Halle und zu den Kosten.

 

Etwa dreißig Interessierte waren gekommen. Sie trafen sich vorab an der Sporthalle zu einer Besichtigung unter der Führung durch Alexander Grautegein vom Sportamt. Ein persönlicher Eindruck ist eine wichtige Voraussetzung für eine sachgerechte Meinungsbildung, wie Gabriele Kotzke von der Stabsstelle "Wiesbadener Identität.Engagement.Bürgerbeteiligung" einleitend hervorhob.

 

Rückmeldungen nach der Besichtigung waren: Die Halle macht für ihr Alter einen freundlichen Eindruck, sie ist gut ausgelastet, es gibt aber bauliche Mängel, die vor allem das Dach, die Sanitäranlagen, die Heizung und Wärmedämmung betreffen. Die Ansprüche des Schulsports können in der bestehenden Halle nicht alle erfüllt werden, insbesondere gibt es nicht genug Platz in der Halle um die dritte Sportstunde anzubieten. Die Halle ist auch nicht barrierefrei.

 

Anschließend kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises in der benachbarten Riehlschule zum Meinungsaustausch zusammen. Christian Heime von Stadtplanungsamt, Ulrich Bernstein vom Hochbauamt und Karsten Schütze als Leiter des Sportamtes berichteten über die Fakten: Etwa 600.000 Euro seien bereits in die Sanierung geflossen, insbesondere in die Duschen zur Verhinderung von Legionellenbefall und den Funktionsbau mit Hausmeisterwohnung. In Heizung, Lüftung und neue Brandschutztüren wurde ebenfalls investiert. Das Dach bestehe aus mit Dachpappe bedeckten Spanplatten, sei nicht mehr regendicht und durchtrittsicher und müsse auf jeden Fall komplett erneuert werden. Kritik an der Hallensituation kam aus der Lehrerschaft: Im Winter sei es zu kalt, der Hallenboden sei mangelhaft, es fehle eine Auslaufzone am Spielfeldrand, auch sei die Kapazität zu gering.

 

Unter der Moderation von Joachim Fahrwald vom Büro memo-consulting wurden zahlreiche Punkte gesammelt, die für und gegen eine Sanierung oder einen Neubau sprechen. Ein Neubau könnte zwar alle Ansprüche erfüllen, ist er aber auch bezahlbar und was passiert in der Zwischenzeit? Hält das Dach so lange durch, bis ein Neubau steht, oder gibt es eine Zwischenphase, in der gar keine Halle zur Verfügung steht? Muss dann parallel zum Neubau viel Geld noch in eine Übergangslösung gesteckt werden? Wo gibt es ausreichend Parkraum für eine größere Halle? Mit welchen Kosten ist am Ende zu rechnen? Viele Fragen konnten noch nicht ad hoc beantwortet werden, die Schule, die Ve-eine und die Verwaltung nahmen daher Arbeitsaufträge mit, um zur nächsten Sitzung belastbare Antworten liefern zu können.

 

Wie Herr Schwarze, der Schulleiter der Rhielschule abschließend betonte, besteht der  Vorteil des Beteiligungsverfahrens darin, dass man  sich gegenseitig auf den neuesten Stand bringt und eine Diskussionsgrundlage schafft, die am Ende eine ausgewogene Meinungsbildung ermöglicht. Auch zur kommenden Sitzung am 6. September um 18:00 Uhr in der Riehl-Schule sind Interessierte herzlich willkommen.

 












Webdesign by Webgau.de | Support by Forum | XHTML & CSS Valide

Diese Webseite arbeitet mit Cookies. Wenn Sie mehr ehrfahren möchten, lesen Sie bitte unsere Informationen zum Datenschutz.

Ich akzeptiere Cookies dieser Webseite.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk