Fragen und Antworten zur geplanten CityBahn ab sofort online

Besonders häufig gestellte Fragen und Antworten rund um die geplante CityBahn zwischen Wiesbaden und Mainz sind ab sofort online unter www.citybahn-verbindet.de zu finden. Die Fragen wurden in den vergangenen Wochen aus Bürgeranfragen und Social-Media-Kommentaren zusammengestellt sowie von Verkehrsplanern der ESWE Verkehr fundiert geprüft und beantwortet.

 

Die Vorplanung für das Projekt CityBahn Wiesbaden ist in vollem Gange – direkt im Anschluss startet eine umfassende Bürgerbeteiligung. Bereits jetzt richtet die CityBahn Projektgesellschaft GmbH einen FAQ-Bereich auf ihrer Homepage ein, um eine sachliche Grundlage für die anstehende Diskussion zu schaffen und auf aktuelle Bürgerfragen frühzeitig zu reagieren. Zur besseren Übersicht wurden die Fragen in die Kategorien Gesamtnetz/Konzept, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit, Planung und Beteiligung, Linienführung, Stadtgestaltung, Straßenraum sowie Lärm- und Umweltschutz unterteilt.

 

Zum Start der Rubrik wurden rund 30 Fragen freigeschaltet, in Zukunft wird die CityBahn GmbH die FAQ regelmäßig ergänzen und aktualisieren. Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol kündigte bereits für die kommenden Wochen weitere Antworten an: „Wir haben bei der CityBahn größtmögliche Transparenz versprochen – und die lösen wir hier ein. Gleichzeitig räumen die FAQ mit einigen Gerüchten und Fehlinformationen über die CityBahn auf. Bei einem Projekt dieser Größenordnung werden im Laufe der Zeit weitere Fragen hinzukommen, die wir Punkt für Punkt auf der CityBahn-Webseite veröffentlichen werden, sobald sie fundiert geprüft und geklärt sind.“

 

Auch die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder begrüßt die umfangreichen FAQ auf www.citybahn-verbindet.de: „Die Mainzerinnen und Mainzer haben natürlich einen kleinen Wissensvorsprung, weil sie das Verkehrsmittel Straßenbahn aus dem Alltag kennen und schätzen, auch durch die jüngste erfolgreiche Erweiterung auf den Lerchenberg. Aber jedes neue Projekt bringt auch neue Fragestellungen mit sich, bei manchem vielleicht auch Unsicherheiten, und ich freue mich, dass heute so viele davon beantwortet werden können.“

 

Aktueller Planungsstand: Prüfung von Varianten der Streckenführung

Nachdem das Wiesbadener Stadtparlament im Februar 2017 grünes Licht für die Vorplanung zur CityBahn gegeben hat, läuft derzeit parallel die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU). Mit einer standardisierten Bewertung lässt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur berechnen, ob der Nutzen des Projekts CityBahn größer ist als die zu erwartenden Kosten. Dies wiederum ist die Voraussetzung für eine bereits in Aussicht gestellte Förderung durch den Bund. Parallel prüfen die beauftragten Planungsbüros derzeit Grundlagen sowie Varianten der Streckenführung. Dabei skizzieren die Planer einen Korridor vom Kopf der Theodor-Heuss-Brücke bis zur Hochschule RheinMain und untersuchen, welche Streckenvarianten technisch und wirtschaftlich umsetzbar sind. Als weitere Haltepunkte an der Strecke gelten der Hauptbahnhof und die Wiesbadener City heute schon als gesetzt. Zwischen der Brücke und dem Wiesbadener Hauptbahnhof nehmen die Experten momentan zwei Trassenvarianten unter die Lupe: Zum einen untersuchen sie eine Verbindung über das Gewerbegebiet Petersweg bis zum Bahnhof Wiesbaden Ost, zum anderen betrachten sie eine Streckenführung über den Bahnhof Wiesbaden Ost und Biebrich. Im Hinblick auf die Entwicklung neuer Wohnquartiere entlang der Wiesbadener Straße prüfen die Planer einen Korridor von der Rampenstraße bis zum Herzogsplatz. Die einzelnen Trassenvarianten stimmen die Planungsbüros in regelmäßigen Arbeitskreisen mit den Stadt- und Verkehrsplanern der Städte Wiesbaden und Mainz ab.

 

Frühzeitige Bürgerbeteiligung

Voraussichtlich Ende November schließen die Ingenieure die Vorplanung ab, die Ergebnisse sowie erste Zwischenresultate der NKU stellen sie am 12. Dezember dem gemeinsamen Verkehrsausschuss der Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz vor. Anschließend erfahren die Bürgerinnen und Bürger, welche Trassenverläufe weiterhin zur Diskussion stehen. Auch die Frage nach der Tragfähigkeit der Theodor-Heuss-Brücke wird zu diesem Zeitpunkt geklärt sein. Gleichzeitig fällt der Startschuss für die eigentliche Bürgerbeteiligung. In einem ersten Schritt stößt die CityBahn GmbH den Bürgerdialog auf der Projektwebseite an. Die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sollen die verschiedenen Varianten online diskutieren, dabei Vor- und Nachteile aus ihrer Sicht benennen sowie Anregungen einbringen. Ab Januar 2018 können die Wiesbadener sowie später auch die Mainzer Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von mehreren Infomessen entlang der geplanten Trasse ihre Meinung zu allen Einzelheiten äußern. Zudem wird es möglich sein, in den direkten Dialog mit den Experten der zuständigen Ämter sowie Planungsbüros zu treten. „Sobald die Ergebnisse aus der Vorplanung aufbereitet sind und die Ergebnisse der NKU vorliegen, werden wir die Bürgerinnen und Bürger darüber umfassend informieren und auf dieser Grundlage eine sachliche Diskussion anstoßen, um die jeweils beste Lösung für die einzelnen Stadtteile zu finden“, betont Professor Herrmann Zemlin, Geschäftsführer der CityBahn Projektgesellschaft und von ESWE Verkehr. „Die Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren gehen unmittelbar in die Planungen ein und dienen damit auch als Basis für die anschließenden politischen Entscheidungen über das Projekt“, erklärt Eva Kreienkamp, Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH sowie der CityBahn Projektgesellschaft.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Projektwebsite der CityBahn www.citybahn-verbindet.de.

 












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