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Seminare für Zivilcourage: „Gewalt – Sehen – Helfen“

Die Landeshauptstadt Wiesbaden und das Polizeipräsidium Westhessen unterstützen die hessenweite Kampagne unter dem Slogan „Gewalt – Sehen – Helfen“ mit Seminaren zu angemessenem Verhalten bei Gefahrensituationen in der Öffentlichkeit. Der nächste Kurs findet am Samstag, 20. Februar, von 9 bis 13 Uhr bei der Volkshochschule Wiesbaden, Alcide-de-Gasperi-Straße 4/5 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Die Kampagne „Gewalt – Sehen – Helfen“ richtet sich vor allem gegen die sogenannte „Unkultur des Wegschauens“. Mithilfe von geschultem Personal der Stadtverwaltung, der Polizei sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Wiesbadener Institutionen sollen im Seminar nicht nur die eigene Handlungsfähigkeit, sondern auch die Helferkompetenz in Gefahren- und Gewaltsituationen gestärkt werden.

 

Weitere Seminartermine sind für März, Mai und September geplant.

 

Informieren und anmelden kann man sich bei der Volkshochschule Wiesbaden, telefonisch unter 0611 98890 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

 

 

Saxofon-Ensemble für Erwachsene an der Musik- und Kunstschule

Am Samstag, 23. April, startet an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule ein neues Saxofon-Ensemble für Erwachsene.

 

Unter fachkundiger Anleitung von Jens Hunstein erweitern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeiten im Zusammenspiel und arbeiten gemeinsam an Rhythmus, Timing, Intonation und Dynamik. Der Kurs richtet sich an Saxofonisten - Sopran, Bariton, Sopranino, Bass -, die für eine begrenzte Zeit neue Impulse erfahren wollen.

 

Insgesamt finden acht doppelstündige Ensembleproben statt, jeweils samstags von 10 bis  12 Uhr am Schillerplatz. Die Kosten für das Kurs-Paket betragen 70 Euro.

 

Informationen und Anmeldungen unter 0611 313037 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

 

 

„Skip“ – Katharina Hacker liest aus ihrem neuen Roman

Katharina Hackers neuer Roman „Skip“ stellt die schwierige Frage, wo unser Platz im Leben ist. Am Mittwoch, 24. Februar, ist sie um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, zu Gast und stellt den Roman im Gespräch mit Martin Lüdke vor.

 

Bereits in ihrer ersten Erzählung beschäftigte sich Katharina Hacker mit der Stadt Tel Aviv, und auch in ihrem aktuellen Roman „Skip“ spielen dieser Ort und die Konflikte in Israel eine wichtige Rolle. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Architekt Skip Landau, in dessen Selbstreflexionen immer wieder seine innere Zerrissenheit deutlich wird. Stets scheint es in seinem Leben eine Lücke zu geben, die er nicht füllen kann. Er ist nach orthodoxem Glauben kein richtiger Jude, denn seine Mutter war keine Jüdin; er ist auch nicht in Israel aufgewachsen, sondern aus Frankreich zugezogen, und auch seine Söhne wurden nicht von ihm gezeugt. Dann macht er in der Mitte seines Lebens eine Erfahrung, die er mit niemandem teilen kann: Eine innere Stimme ruft ihn an Orte, wo wenig später eine Katastrophe geschieht. Offenbar soll er einzelne Sterbende auf ihrem schwierigen Weg in den Tod begleiten. Oder geht es vielmehr darum, sich selbst ins Leben zu führen?

 

Katharina Hacker ist ein atmosphärisch dichter und bildreicher Roman gelungen, der sowohl philosophische als auch politische Fragen aufwirft. Durch Skips metaphysische Erfahrungen, seine Gedanken über Leben und Tod, verbindet sich persönliche Geschichte mit Zeitgeschichte und verdeutlicht den von Anschlagsängsten bestimmten Alltag in Israel seit Mitte der Neunzigerjahre.

 

Katharina Hacker, geboren 1967 in Frankfurt am Main, studierte ab 1986 Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Universität Freiburg. 1990 wechselte sie an die Hebräische Universität Jerusalem. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin in Berlin. 1997 debütierte sie mit „Tel Aviv. Eine Stadterzählung“. Für ihren Roman „Die Habenichtse“ erhielt sie 2006 den Deutschen Buchpreis. Zu ihren Werken zählen außerdem die miteinander verbundenen Romane „Alix, Anton und die anderen“ und „Die Erdbeeren von Antons Mutter“. Zuletzt erschien „Eine Dorfgeschichte“.

 

Der Eintritt kostet acht, ermäßigt sieben Euro. Um Reservierung unter (0611) 3415837 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.

 

 

   

Krimistipendium 2016: Autor Wolfgang Schorlau stellt sich vor

Der diesjährige Krimistipendiat der Landeshauptstadt Wiesbaden, der renommierte Krimiautor Wolfgang Schorlau, stellt sich am Freitag, 4. März, um 19.30 Uhr in einem Werkstattgespräch mit Margarete von Schwarzkopf (NDR) und einer Lesung im Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, dem Wiesbadener Publikum vor. Der Eintritt ist frei.

 

Er berichtet über seine intensive Recherchearbeit über politische Geschehnisse - etwa die NSU-Morde oder das Münchner Oktoberfest-Attentat 1980 -, die er in seinen Krimis um den ehemaligen BKA-Kommissar Georg Dengler literarisch verarbeitet. Aufgrund der Realitätsnähe verdeutlicht er dem Leser verborgene Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Neben seiner Arbeit als Autor spricht er auch über die Fernseh-Verfilmung seiner Dengler-Krimis sowie über seine Erwartungen an seinen Aufenthalt in Wiesbaden und an das Krimistipendium, in dessen Rahmen er einen Kurzkrimi verfasst und Mitglied der Jury des Fernsehkrimifestivals ist.

 

Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den acht „Dengler“-Krimis, darunter 2015 „Die schützende Hand“, hat er die Romane „Sommer am Bosporus“ und „Rebellen“ veröffentlicht sowie den Band „Stuttgart 21. Die Argumente“ herausgegeben. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wiesbaden.de/literaturhaus.

 

 

 

Bilanz: Drei Jahre Modellregion „Inklusive Bildung“ in Wiesbaden

Unter dem Motto „Rückblick – Einblick – Ausblick“ hatten das Schuldezernat und das Staatliche Schulamt Wiesbaden am Dienstag, 2. Februar, zu einem Podiumsgespräch in das Haus an der Marktkirche eingeladen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Stadtgespräche zur Modellregion Inklusion statt, die regelmäßig verschiedene Facetten der Inklusion beleuchten. Die Bilanzveranstaltung war der mittlerweile 14. Themenabend. Gemeinsam mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Schulen, Elternschaft, von Verbänden sowie aus Politik und Stadtverwaltung zogen die Podiumsteilnehmer nach drei Jahren eine Zwischenbilanz zum Stand der Inklusion in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

 

„Den Weg der Modellregion konnten das Hessische Kultusministerium, das Schuldezernat und das Staatliches Schulamt nur dank der vielfältigen Unterstützung in den Wiesbadener Schulgemeinden, den Beratungs- und Förderzentren, in der Elternschaft, in Politik, Verwaltung, Vereinen und der Stadtgesellschaft beschreiten“, so Schuldezernentin Rose-Lore Scholz in ihren Eröffnungsworten. Charakteristisch für die inklusive Bildung in der Landeshauptstadt sei die intensive Vernetzung und Beteiligung dieser verschiedenen Akteure. „Die Inklusion in Wiesbaden ist deshalb Ihrer aller Verdienst“, betonte die Schuldezernentin. Diese Vernetzung sei auch Kennzeichen der neuen „inklusiven Schulbündnisse“ des Hessischen Kultusministeriums. Nicht zuletzt die Modellregionen seien Ideengeber für das Konzept der Schulbündnisse gewesen.

 

Kultusminister Professor Alexander Lorz ließ mitteilen, dass auch das Land mit der Bilanz höchst zufrieden sei: „Hier wurde im Rahmen der Modellregion eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Institutionen auf kommunaler und auf Landesebene etabliert. Das Ziel einer verstärkten Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung an allgemeinen Schulen haben wir erreicht.“ Gleichzeitig sei das gute Förderschulangebot aufrechterhalten worden. „Kindeswohl und Elternwunsch stehen bei uns im Mittelpunkt; an beiden orientiert, finden wir so den Weg einer optimalen Förderung.“

 

Am 1. Februar 2013 hatten Stadt und Land die Kooperationsvereinbarung zur Modellregion unterzeichnet. Gestartet ist die Modellregion mit dem schrittweisen Auslaufen der August-Hermann-Francke-Schule zum Schuljahr 2013/14. „Die Modellregion ist eine Chance, die die Landeshauptstadt Wiesbaden ergriffen hat. Sie braucht in jedem Fall Beharrlichkeit, Mut und Begeisterungsfähigkeit“, resümierte die Schuldezernentin. Umso wichtiger sei es, die gesammelten Erfahrungen zu reflektieren.

 

Festzuhalten ist nach drei Jahren Modellregion: Nur in einem Fall konnte dem Elternwunsch nach inklusiver Beschulung nicht nachhaltig entsprochen werden. Die Standorte mit Schülerinnen und Schülern in der inklusiven Beschulung konnten von neun Grundschulen und fünf (davon eine privat) Schulen der Sekundarstufe I im Schuljahr 2012/2013 auf heute 28 (davon vier privat) im Grundschulbereich und neun (davon eine privat) Schulen der Sekundarstufe I erweitert werden. „Damit konnte in den letzten Jahren gewährleistet werden, dass die Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Anspruch auf sonderpädagogische Förderung in der Grundschule wohnortnah gefördert werden können und dass diese Förderung für alle Schülerinnen und Schüler den Wünschen der Eltern entsprechend auch in der Sekundarstufe fortgeführt werden kann. Auch konnten Schülerinnen und Schüler von der Förderschule in die inklusive Beschulung wechseln“, berichtete Schulamtsdirektorin Christiane Desbuleux. Mit einer Exklusionsquote von 2,55 Prozent stehe Wiesbaden im hessenweiten Vergleich sehr gut da.

 

Gleichzeitig konnte der Ausbau der verlässlichen Beratungs- und Förderstrukturen als Unterstützung der allgemeinen Schulen durch die Beratungs- und Förderzentren, nicht zuletzt durch die Sozialpädagogischen Fachkräfte des Schulträgers, weiter voranschreiten. „Das Prinzip der systembezogenen Zuweisung  der verlässlichen und transparenten Ressourcenverteilung gibt den allgemeinen Schulen hier Handlungssicherheit. Umgesetzt wurden verschiedene Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote. Nicht zuletzt haben die Sitzungen der Spiegelgruppe dazu beigetragen, die vertrauensvolle und tragfähige Kooperation zwischen Staatlichem Schulamt und der Landeshauptstadt Wiesbaden als Schulträger, dem Amt für Soziale Arbeit und dem Gesundheitsamt weiter zu festigen“, so Christiane Desbuleux. Der Schulträger hat die inklusive Arbeit vor Ort seit Sommer 2013 mit rund 900.000 Euro unterstützt. Das betrifft insbesondere die Finanzierung von sechs Vollzeitstellen für sozialpädagogische Fachkräfte, bauliche Maßnahmen sowie Zuschüsse für die Inklusion in der Grundschulkinderbetreuung und für Veranstaltungen.

 

Die Moderatoren des Abends, der Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers, Stefan Schröder, und Tatjana Zens, Fachberaterin Inklusion im Staatlichen Schulamt, beleuchteten im Gespräch mit den Podiumsteilnehmern zwei zentrale Fragen: Wo steht Wiesbaden nach drei Jahren Modellregion? Was ist in der Zukunft noch zu tun? Neben Schuldezernentin Rose-Lore Scholz und Schulamtsdirektorin Christiane Desbuleux waren auf dem Podium die Sozialverwaltung ebenso vertreten wie Schulleitungen, eine Mutter, ein Schüler und eine sozialpädagogische Fachkraft. Die Gesprächsteilnehmer näherten sich dem Thema von verschiedenen Blickwinkeln und zeichneten für das Publikum damit ein umfassendes Bild von der Inklusion in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Im Anschluss an das Podiumsgespräch fand ein reger Austausch mit dem Publikum statt.

 

„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass in der Inklusion viele kleine Teile zu einem großen Ganzen führen werden. Wenn man dieses Prinzip zur Prämisse seines Handelns macht, kann einen die Motivation nicht verlassen, weil man jeden Tag etwas im Sinne der Inklusion bewegen kann“, so Scholz. Dem schloss sich Christiane Desbuleux an: „Schulische Bildung vollzieht sich nicht im geschlossenen Raum, vielmehr ist sie zu betrachten als eingebettet in die Strukturen der Gesellschaft, in den Stadtteil, in die Gemeinde mit allen ihren Protagonisten. Schritte in Richtung einer inklusiv denkenden und handelnden Gesellschaft vollziehen in der Modellregion Inklusive Bildung in Wiesbaden jeden Tag Eltern, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Behörden, Schulleiterinnen und Schulleiter, vor allen Dingen aber auch Schülerinnen und Schüler. Es sind nicht immer große Schritte, immer aber besteht Bewegung. Und das macht Mut.“

 

In diesem Sinne gebe es auch nach wie vor viel zu tun. Der Schulträger werde sich insbesondere der Internetpräsenz der Modellregion auf www.wiesbaden.de widmen. Um den Eltern von beeinträchtigten Kindern die Verfahrenswege innerhalb der Stadtverwaltung zu erleichtern, sollen außerdem Schnittstellen innerhalb der Verwaltung definiert und aufeinander abgestimmt werden. Auch mit den Themen Hochbegabtenförderung oder Alphabetisierung werde sich das Bildungsbüro im Schuldezernat weiterhin befassen, kündigte Schuldezernentin Scholz an.

 

Auch das Staatliche Schulamt zieht eine Zwischenbilanz. Christiane Desbuleux: „Im Rückblick lässt sich sagen, dass die anfangs von großer Skepsis getragenen Änderungen und Umstrukturierungen und die Setzungen unter der Kooperationsvereinbarung und der Gesamtkonzeption zur Modellregion Inklusive Bildung von den Schulleiterinnen und Schulleitern und ihren Kollegien mit großem Engagement und mit großer Fachlichkeit zum Wohle der Schülerinnen und Schüler getragen und entwickelt werden. Auch wenn es in den zurückliegenden drei Jahren selbstverständlich immer wieder Fragestellungen gab, auf die nicht ohne weiteres und nur gemeinsam Antworten gefunden werden konnten.“

 

 

   

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