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Stadtradeln 2020: Gelungener Start der Rallye

Am vergangenen Sonntag startete die Aktion "Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima": Der Auftakt der dreiwöchigen Stadtradeln-Kampagne fand diesmal ausnahmsweise nicht als Fahrrad-Korso, sondern als „Große gemeinsame Einzelfahrt“ statt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol begrüßten die Stadtradlerinnen und -radler an der Route durch die Reisinger Anlagen.

 

„Wir freuen uns, dass in Wiesbaden immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen und hoffen, dass durch das Stadtradeln und die vielen neuen Radwege noch mehr Menschen motiviert werden, für bessere Luft und ein besseres Klima in die Pedale zu treten“, sagten Mende und Kowol.


 
Am Sonntag, 7. Juni, konnten alle Radlerinnen und Radler von 15 bis 16 Uhr auf einer Rundroute durch die Innenstadt an einem beliebigen Punkt einsteigen. Das städtische Radbüro und der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) hatten die Route, die rund sechs Kilometer lang war und entlang der neuen Radwege - beispielsweise auf dem ersten Ring und der Rheinstraße - führte, zusammengestellt.

 

Mehr als 800 Radelnde in 170 Teams haben bereits ihre Kilometer eingetragen. Doch auch jetzt kann man sich noch während des Aktionszeitraumes unter www.stadtradeln.de/wiesbaden bis zum 27. Juni registrieren und für Wiesbaden sowie den Klimaschutz Radkilometer sammeln.

 

Da der ADFC in diesem Jahr keine 21 Touren an 21 Tagen anbieten kann, hat sich das Stadtradeln-Organisationsteam etwas Besonderes ausgedacht: Eine Rallye mit 21 Fragen, die während des Stadtradeln-Zeitraums abgefahren werden kann. Die Touren bieten eine gute Gelegenheit, Kilometer fürs Stadtradeln zu sammeln und gleichzeitig die Region besser kennenzulernen. Auf www.stadtradeln.de/wiesbaden sind die Fragen zum Download bereitgestellt. Abgabeschluss ist der 4. Juli 2020, digital oder auf Papier. Wer mindestens elf der 21 Fragen richtig beantwortet hat, nimmt an einer Verlosung teil, bei der eine Fahrradreise im Wert von 500 Euro und weitere Preise gewonnen werden können.

 

Das farbenfrohe, moderne Design der Werbekampagne zum Stadtradeln 2020 haben Studierende der Hochschule RheinMain entworfen; auch die Webseite www.wiesradeln.de gehört dazu. Das Stadtradeln-Organisationsteam lädt alle dazu ein, wenn ein Plakat der Kampagne an einer von 200 Litfaßsäulen oder auf den digitalen Werbetafeln im Stadtgebiet gesichtet wird, dieses mit den Hashtags #wiesradeln und #stadtradeln in den sozialen Netzwerken zu posten.

 

 

Videolesungen mit Oliver Wronka

Manch einer mag sich momentan durch die Beschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus auf die eine oder andere Weise isoliert fühlen. Auch zahllose Figuren in der Literaturgeschichte kannten dieses Gefühl. Das Literaturhaus Villa Clementine lädt daher ab Montag, 20. April, dazu ein, in Klassiker von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ bis zu zeitgenössischen Werken wie Thomas Glavinics „Die Arbeit der Nacht“ einzutauchen. Eine Woche lang erscheint jeden Tag ein Video auf der Homepage des Literaturhauses unter www.wiesbaden.de/literaturhaus sowie auf dem YouTube-Kanal der Stadt Wiesbaden. Die Videos sind bis Mitte Mai verfügbar.

 

Der Wiesbadener Schauspieler Oliver Wronka erweckt in kurzen Textauszügen Einzelgänger zum Leben, die sich freiwillig in die Wälder zurückziehen, Schiffbrüchige auf vermeintlich einsamen Inseln, Abenteurer im ewigen Eis, oder auch Menschen im Alltag, die sich plötzlich komplett allein auf der Welt befinden. Isolation muss aber nicht per se als bedrückend erfahren werden, vielmehr kann sie auch der inneren Einkehr und der heilsamen Entschleunigung dienen.

 

Oliver Wronka wurde in Freiburg geboren und lebt in Wiesbaden. Er studierte Anglistik und Romanistik in Freiburg sowie Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Es folgten zahlreiche Engagements an renommierten Schauspielhäusern, darunter dem Hessischen Staatstheater. Von 2010 bis 2014 war er Leiter des Jungen Staatstheaters Wiesbaden. Seit 2014 arbeitet er frei als Autor, Regisseur, Schauspieler und Sprecher.

 

 

Bauwirtschaft als Konjunkturpfeiler verstetigen

Wiesbaden, 16. April 2020 – Die Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH), Brigitte Holz, begrüßt die gestrigen Entscheidungen von Bundes- und Landesregierungen zur zeitnahen, überschaubaren Öffnung von Handelseinrichtungen. Wichtiges kurz- wie mittelfristiges Ziel bleibt der größtmögliche Schutz vor der unkontrollierten Verbreitung des Corona-Virus bei geringstmöglicher Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit. Nur so kann sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erholen.

 

Für den Bausektor regt Holz an, insbesondere Baustellen der öffentlichen Hand wie geplant unter Wahrung entsprechender Schutzvorkehrungen wie dem Tragen von Masken so effektiv wie möglich weiterzuführen. Baustellenschließungen sollten die Ausnahme bleiben und nur in begründeten Einzelfällen vorgenommen werden. Holz verweist für die öffentliche Bautätigkeit auf die im Bund seit 23. März geltende Erlasslage, die dieses Vorgehen eindeutig fordert. Um ein positives wirtschaftliches Signal zu setzen, könnte das Land Hessen in diesem Punkt ähnlich verfahren, so Holz.

 

Architektur- und Planungsbüros sowie Handwerker sind vor dem Hintergrund vielfältiger Beeinträchtigungen in der aktuellen Krise auch auf verkürzte Rechnungsprüfungszeiträume und zeitnahe Abschlagszahlungen angewiesen. Darüber hinaus fordert die AHK-Präsidentin, dass es nicht zu einer Verschiebung von geplanten Bauvorhaben kommt. Für die Erholung der Gesamtwirtschaft spielt die Verstetigung der Bauwirtschaft als zentraler Pfeiler der Binnenkonjunktur eine besondere Rolle. Der Rückstau im Wohnungsbau und bei Bildungseinrichtungen darf sich durch die Pandemie nicht noch weiter verschärfen. Für die Sicherstellung der für das Bauen notwendigen Liquidität wäre die Einrichtung einer hessischen Vorkasse für alle öffentlichen Bauvorhaben sowohl des Landes als auch der Kommunen mit Sicherheit hilfreich. Von hoher Bedeutung ist auch, die Vergabeverfahren auf allen Ebenen zu beschleunigen.

 

Als nicht zu unterschätzendes und wachsendes Hemmnis erwähnt Brigitte Holz die infolge der Corona-Regeln spürbar reduzierten Kapazitäten der Verwaltungen. Das betrifft neben den Vergaben insbesondere auch die Baugenehmigungsverfahren. Die politisch gewollte Stärkung der Wirtschaft hänge auch davon ab, dass Verwaltungen durch moderne IT auch im Home- Office in die Lage versetzt werden, Verwaltungsverfahren zügig abzuschließen.

 

Holz lobt in diesem Zusammenhang die bisherige Abwicklung der Corona-Soforthilfe. Das Land Hessen habe hier seine Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Sie appelliert, insbesondere die Besicherung benötigter Betriebsmittel durch die Bürgschaftsbank als wichtiges Instrument auf mittlere Sicht anzulegen. Da sich gerade bei Planungsbüros und im Bauhandwerk nachlaufende Liquiditätsengpässe zeigen können, sei es wichtig, die neu geschaffenen wirtschaftlichen Hilfsinstrumente zugunsten der Wirtschaft ausreichend lange vorzuhalten. Architekten und Planern müsste wie anderen Selbstständigen die Möglichkeit eröffnet werden, corona-bedingte Einnahmeausfälle durch Halbjahresvergleiche mit entsprechenden Vorjahreszeiträumen zu belegen.

 

   

Austausch mit Verbänden, Kammern und Banken zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wiesbaden im Rahmen der Corona-Krise

Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Wiesbaden hatte am Donnerstag, 9. April, kurzfristig einen Erfahrungsaustausch mit Verbänden, Kammern und Nassauischer Sparkasse organisiert. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister Dr. Oliver Franz verließen diesen mit folgenden Empfehlungen: eine mögliche Ausweitung der Stundung kommunaler Abgaben, die Weiterführung kommunaler Bauaufträge in geplanter Höhe und Verstärkung städtischer Investitionen nach Corona, die Prüfung vereinfachter Vergabeverfahren für Aufträge bis 100.000 Euro im Rahmen gesetzlicher Möglichkeiten, Bürokratieabbau sowie die Errichtung einer städtischen Webseite mit strukturierten Informationen über Coronahilfen und -Verordnungen zur Schaffung von Transparenz.

 

Ziel des Treffens war es gewesen, Erfahrungen aus den vergangenen drei Wochen seit Beschränkung der sozialen Kontakte auszutauschen und daraus konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die dem Wirtschaftsstandort Wiesbaden dabei helfen sollen, die Corona-Krise besser zu überstehen. Die Punkte werden nun auf ihre Realisierbarkeit hin geprüft. Die Seite zur Ergänzung des städtischen Webauftritts wird von der Wirtschaftsförderung in Kooperation mit der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH kurzfristig umgesetzt.

 

„Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zunächst mit eigenen Verfügungen reagiert, um die Verbreitung des Virus in Wiesbaden in Grenzen zu halten. Nachdem die Hessische Landesregierung ihre landesweiten Verfügungen veröffentlichte, haben wir uns im Verwaltungsstab Corona konsequent an deren Vorgaben orientiert“, machte Oberbürgermeister Mende eingangs deutlich. Wenngleich die Geschäfte und Restaurants geschlossen seien: die Versorgung mit Lebensmitteln sei weiterhin gewährleistet. Dieser Weg sei richtig gewesen, die Zahl der Infizierten in Wiesbaden sei daher relativ gering und vom Gesundheitswesen gut zu bewältigen.

 

„Wiesbaden ist im Gesundheitssektor gut aufgestellt und vorbereitet“, sagte Wirtschafts- und Gesundheitsdezernent Dr. Franz. 900 Betten seien frei, davon maximal 100 mit Beatmungsgeräten. Eine Hotline für Bürgerinnen und Bürger sei innerhalb von wenigen Tagen eingerichtet worden, der Verwaltungsstab Corona tage täglich und es wurde ein Quarantänemanagement aufgebaut. Die Wirtschaftsförderung berichtete, die Referatsleitung Birgit Knetsch, habe die Aktionen „buy local“ und „eat local“ ins Leben gerufen, die auf große Akzeptanz stoße. Ferner sei durch die Kooperation mit der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH nun der Kauf von Gutscheinen für Gastrobetriebe und Einzelhandel über den städtischen Internetauftritt möglich. Weiterhin sei Barbara Hoffmann, Ansprechpartnerin für Industrieunternehmen, in direktem Kontakt mit dem Krisenstab des Landes und den Ministerien, um für Industrieunternehmen unter anderem Fragen nach systemkritischen beziehungsweise systemrelevanten Infrastrukturen zu klären.

 

Aus ihren Erfahrungen im Sinne Best-/Worst-Practice berichteten Bernhard Mundschenk, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Günter Högner, Vorsitzender des Vorstands der Nassauischen Sparkasse und Sabine Meder, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer sowie Pamela Schröder vom Fachverband Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz. Im Vorfeld hatten auch die Verbände HessenChemie und der Landesverband Hessen des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes ihre Erfahrungen aus den vergangenen Wochen geschildert. Insgesamt kristallisierten sich als Beratungsschwerpunkte in den Hotlines die Themen Liquiditätssicherung, Kurzarbeit sowie arbeitsrechtliche und organisatorische Aspekte bei den Unternehmen heraus. Als positive Erfahrung machten alle Teilnehmer einen enormen Digitalisierungsschub in ihren Organisationen aus. Videokonferenzen mit Kollegen, Geschäftspartnern und Verbandsmitgliedern, Webinare für Mitglieder, Social-Media-Kanäle zur Informationsverbreitung, Home-Office: Diese Instrumente werden auch nach Corona in der einen oder anderen Form erhalten bleiben. Auch die Veröffentlichung von Webinaren zu Kurzarbeit für Nicht-Mitglieder, die HessenChemie unter www.hessenchemie.de gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt hatte, ist eine Erfolgsstory.

 

Als negative Erfahrung konstatierten die meisten eine große Verunsicherung bei ihrer Klientel aufgrund eines „informatorischen Overkills“, unsortierter und teils widersprüchlicher Informationen und nicht nachvollziehbarer Verordnungen des Landes. Aus dieser Einschätzung resultiert die Empfehlung einer eigenen Seite der Wirtschaftsförderung zu Corona, die alle Informationen bündelt und als Lotse durch die Themen Förderung, Kurzarbeit und Ansprechpartner fungieren soll. Einig waren sich alle Verbands- und Kammervertreter, dass die Politik bald signalisieren müsse, wann und wie Gesellschaft und Wirtschaft wieder zur Normalität zurückkehren könne. „Sobald von Seiten der Landes- und Bundesregierung Klarheit herrscht, wie es weitergehen soll, werden wir wieder zusammenkommen, um gemeinsam weitere, an die neue Situation angepasste Maßnahmen zu überlegen“, sagte Dr. Franz.

 

 

Busse von ESWE Verkehr fahren wieder häufiger

Das Busverkehrsangebot des Wiesbadener Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr geht wochentags auf den Montags-bis-Freitags-Ferienfahrplan zurück. Es gilt dann so ab Montag, 20. April.

 

Das verbesserte Angebot basiert auf steigenden Fahrgastzahlen in der aktuellen Woche nach Ostern und zu erwartender erhöhter Nachfrage im Öffentlichen Personennahverkehr ab kommender Woche. Bislang ist der Samstagsplan gültig. Einzige Ausnahme bildet die Linie 9. Sie verkehrt bis  8.30 Uhr nach Montag-Freitag-Fahrplan, danach weiter nach Samstagsplan.

 

Samstags und sonntags wird nach Samstag- beziehungsweise Sonntagfahrplan gefahren. Es werden weiter alle verfügbaren Gelenkomnibusse eingesetzt. So werden die maximal möglichen Platzkapazitäten für die Fahrgäste angeboten.

 

Der Nachtverkehr bleibt bis auf Weiteres eingeschränkt. Das bedeutet: Die Nightliner fahren täglich um 0.30 Uhr ab Innenstadt; die Nachtringlinie N13 verkehrt planmäßig. Die Nightliner-Fahrten 2 Uhr und 3.30 Uhr ab Innenstadt entfallen.

 

Die Ferienfahrpläne sind im Taschenfahrplan, in den Haltestellenaushängen und auf der Webseite von ESWE Verkehr veröffentlicht und in der App des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) hinterlegt. ESWE Verkehr ist überzeugt, so seinem Anspruch als Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt Wiesbaden und den Anforderungen im ÖPNV zur Erfüllung der Daseinsvorsorge gerecht werden zu können. Weitere Informationen gibt es an unter der Rufnummer (0611) 45022450.

 

   

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