Politik

Weihnachtsgruß des Oberbürgermeisters 2016

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,
liebe Freunde und Gäste unserer schönen Stadt,

 

die Vorweihnachtszeit ist traditionell eine Zeit, in der sich viele Menschen damit beschäftigen, was im vergangenen Jahr alles passiert ist – und was das kommende Jahr bringen mag.

 

Wenn ich über 2016 nachdenke, fällt mir zunächst ein Spruch meiner Oma ein, die immer gesagt hat, dass Schaltjahre nichts Gutes bringen. Und ich kann mich zunächst nicht dagegen wehren, diese „Altersweisheit“ für das zu Ende gehende Jahr voll zu bestätigen: Terror, weltweite Unsicherheit durch Entwicklungen in zahlreichen Staaten, wieder aufkeimender Faschismus und viele wertvolle Menschen, gerade aus dem künstlerischen und schöngeistigen Bereich, die von uns gegangen sind. Vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel gelesen, der sich zum Ziel gesetzt hatte, auf die positiven Dinge in 2016 hinzuweisen, und der auch eine beachtliche Menge „good news“ benannt hat. Und ich will – bei allem Respekt vor den schlimmen Dingen - nicht in das allgemeine Gejammere einsteigen, sondern Ihnen für unsere Stadt aufzeigen, wie viele gute Entscheidungen und Entwicklungen es in diesem Jahr in Wiesbaden gab.
 

Im kurzen Überblick reicht das Spektrum von den vielen Aktivitäten im Jahr der Städtepartnerschaften – der kommunale Beitrag zu Verständnis und einem friedlichen Miteinander - über die Auflösung der letzten Notunterkunft für Flüchtlinge, das Richtfest für das RheinMain CongressCenter, der Eröffnung von „sam - Stadtmuseum am Markt“, der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbeflächen, dem Entschluss zum Neubau einer Drei-Feld-Sporthalle an der Hermann-Ehlers-Schule in Erbenheim, der Neugestaltung des Faulbrunnenplatzes bis zur Grundsteinlegung für die Hochschule Fresenius in der Moritzstraße.

 

Auf einiges möchte ich noch näher eingehen. Vom 22. bis 24. April fand als feierlicher Auftakt der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zum Jahr der Städtepartnerschaften ein Festwochenende statt, an dem nahezu alle Partnerstädte und Partnerschaftsvereine teilnahmen. Ich war überwältigt, auf wieviel Interesse das Jahr der Städtepartnerschaften und das Festwochenende als Höhepunkt des umfangreichen Programms gestoßen ist und möchte noch einmal die hervorragende ehrenamtliche Arbeit der Partnerschaftsvereine, der Schulen und Institutionen, der Sport-, Kultur- und weiteren Vereine sowie zahlreicher Bürgerinnen und Bürger würdigen. Städtepartnerschaften sind der Beitrag der Städte und Kommunen zu einer fruchtbaren Außenpolitik. Und meines Erachtens ein ganz wesentlicher Beitrag, denn nur auf dieser Ebene begegnen sich die Menschen direkt. Gerade angesichts der zunehmenden Unruhe in Europa und der Welt ist es wichtiger denn je, Menschen verschiedener Länder und Kulturen zusammenzuführen, um Vorurteile abzubauen und das Miteinander in den Mittelpunkt zu stellen. Es sind nicht die Rathäuser, die die partnerschaftlichen Beziehungen mit Leben erfüllen, und sie sollen es auch gar nicht sein. Städtepartnerschaften werden von Bürgern, Vereinen, Schulen und Künstlern gelebt. Es ist großartig, dass gleich zwei unserer Partnerstädte – Breslau und San Sebastian – in diesem Jahr Kulturhauptstädte Europas waren.

 

Im Mai schieden Wiesbaden sowie weitere Städte, wie zum Beispiel Bad Homburg, bei der Bewerbung der „Great Spas of Europe“ als Weltkulturerbe leider aus. Wir haben diese Entscheidung außerordentlich bedauert. Eines der gegen Wiesbaden vorgebrachten Argumente war, dass hier nur noch sehr bedingt von einem bestehenden Kurbetrieb gesprochen werden kann. Dieses Kriterium hatte erstmals 2015 bei den Überlegungen der beiden Gremien ein hohes Gewicht bekommen. Das war insofern überraschend, da in keiner der Städte der Serie ein dem 19. Jahrhundert vergleichbarer Kurbetrieb mehr vorhanden ist. Aber auch wenn wir nicht ans Ziel gelangt sind, so haben wir doch sehr viel bewegt, das bleiben wird und das uns inspiriert, uns mit unserer Identität und Geschichte zu befassen und sie in guten Einklang mit modernen Entwicklungen zu bringen.
Wir sind auf einem guten Weg zur Entwicklung des Quartiers am „Alten Gericht“ zwischen Moritzstraße und Oranienstraße. Ende Februar begannen die ersten Vorbereitungsarbeiten zum Bauvorhaben der Hochschule Fresenius in der Moritzstraße. Die Hochschule mit Stammsitz in Idstein will eine Dependance in Wiesbaden gründen und ein Hochschulgebäude mit Hörsaal und Cafeteria für rund 1.000 Studierende der Fachbereiche Design sowie Wirtschaft und Medien errichten. Inhaltlich mit dem Vorhaben der Hochschule Fresenius abgestimmt, plant die Nassauische Heimstätte an der Ecke Oranienstraße/Albrechtstraße ein neues Studentenwohnheim mit 100 bis 120 Wohnheimplätzen zu errichten sowie das Gebäude des ehemaligen Beamtenwohnhauses ebenfalls für studentische Wohnzwecke zu nutzen. In dem denkmalgeschützten Gerichtsaltbau sind 58 Wohnungen mit ergänzenden gewerblichen Nutzungen vorgesehen. Auch an vielen weiteren Stellen der Stadt haben wir günstigen Wohnraum für Studierende geschaffen.

 

Im Mai wurde die letzte Notunterkunft für Flüchtlinge in Wiesbaden aufgelöst. Ich weiß noch genau, wie an einem Sonntag im September mein Telefon geklingelt hat und ich darüber informiert wurde, dass wir schnellstmöglich Betten, Verpflegung und sanitäre Anlagen für bis zu 1000 Menschen bereitstellen sollen. Was zunächst unmöglich schien, haben wir innerhalb von 24 Stunden geschafft – und das ist der großartigen Leistung der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und der freiwilligen Helferinnen und Helfer aus Wiesbaden zu verdanken. Seit dem Einsatzbefehl des Landes Hessen am 13. September 2015, durch den die Stadt Wiesbaden verpflichtet wurde, bis auf weiteres Flüchtlinge in Notunterkünften unterzubringen, wurden stetig zwischen 290 und knapp 1000 Menschen unter der Führung und Verantwortung der Berufsfeuerwehr Wiesbaden als Untere Katastrophenschutzbehörde betreut. Zunächst dienten Sporthallen in Breckenheim, Naurod und Nordenstadt als Unterkünfte, später die ehemalige August-Hermann-Francke Schule und das Simeonhaus. In den ersten drei Wochen waren vorwiegend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Katastrophenschutzeinheiten von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Regionalverband Westhessen, Deutschem Roten Kreuz (DRK) Wiesbaden, Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Wiesbaden und Malteser Hilfsdienst (MHD) im Einsatz. Danach wurden diese in Wiesbaden tätigen Organisationen mit hauptamtlichen Kräften beauftragt, die Betreuung zu übernehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern der Hilfsorganisationen und der Feuerwehr für ihre Arbeit und ihr unermüdliches Engagement bedanken. Ich möchte das nicht nur als Oberbürgermeister tun, sondern auch ganz persönlich. Viele haben weit mehr getan als das Selbstverständliche – sie alle haben Unglaubliches geleistet.

 

Im Sommer beschloss der Magistrat eine Grundsatzvorlage für „Wiesbadener Leitlinien für Bürgerbeteiligung“. Das Beteiligungskonzept wird inzwischen bei dem „Integrationskonzept für Geflüchtete“ und bei der weiteren Nutzung des Grundstücks „Wilhelmstraße 1“ angewandt. Bürgerbeteiligung ist der Stadt Wiesbaden ein wichtiges Anliegen, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger kennenzulernen und diese in die Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Monatelang haben im vergangenen Jahr Bürgerinnen und Bürger, politische Vertreter der Stadt sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung im so genannten „trialogischen Prozess“ gleichberechtigt am Entwurf der Leitlinien gearbeitet. Ich verstehe unsere Bürgerschaft nicht als Bewohner, sondern als selbstständige, gestaltende Bürgerinnen und Bürger. Bürgerbeteiligung ist daher kein Übel oder Hindernis, sondern eine Bereicherung. Ich bin davon überzeugt, dass die Demokratie damit nicht geschwächt, sondern gestärkt wird. Die Leitlinien sollen eine Handlungsanleitung für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt sein. Sie bieten der Verwaltung einen Handlungsrahmen, wie Bürgerbeteiligung in Projekte und Planungen einfließen kann und fordern gleichzeitig die Politik auf, eine neue Beteiligungskultur in Wiesbaden entstehen zu lassen.

 

Im September wurde Richtfest für das Neubauprojekt RheinMain CongressCenter Wiesbaden gefeiert. Das war eine beeindruckende Punktlandung. Das neue RMCC wird auf einer Bruttogeschossfläche von rund 30.000 Quadratmetern mit einem flexiblen Raum- und Funktionskonzept bis zu 12.500 Personen Raum für individuelle Veranstaltungen bieten. Das neue Veranstaltungszentrum im Herzen von Wiesbaden wird sich nicht nur durch seine Lage und Architektur auszeichnen, sondern auch durch seine umweltverträgliche Energieeffizienz. Erneuerbare Energien spielen dabei eine entscheidende Rolle. So liefert die Photovoltaikanlage (600 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf dem Dach von Halle 1) Strom für den Eigenbedarf. Umweltfreundliche Fernwärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk dient der Versorgung der Spitzenlasten.

 

Ebenfalls im September wurde „sam - Stadtmuseum am Markt“ offiziell eröffnet - mit einem reichhaltigen Programm an Führungen, Oldtimerbusfahrten und einer großen Oldtimershow. Mit über 2.000 Besuchern im Marktkeller war das Eröffnungsfest ein voller Erfolg. Das zeigt, mit wie viel Interesse und Freude sich die Bürgerinnen und Bürger mit der Geschichte ihrer Stadt auseinandersetzen. Ab dem 13. September begann der reguläre Museumsbetrieb. Während der Öffnungszeiten - dienstags bis sonntags von jeweils 11 bis 17 Uhr - können die Ausstellungen im „sam – Stadtmuseum am Markt“ nun regelmäßig in Augenschein genommen werden.

 

Im Oktober hat der  Magistrat eine Grundsatzvorlage zum Neubau einer Drei-Feld-Sporthalle an der Hermann-Ehlers-Schule in Erbenheim eingebracht. Demnach ist geplant, die Halle für den Schul- und Vereinssport auf dem Schulgrundstück zu errichten. Mit der Grundsatzentscheidung und der Bereitstellung der Planungsmittel wird der erste wichtige Meilenstein in Richtung eines Neubaus gelegt. Für uns hatte und hat die Sporthalle an der Hermann-Ehlers-Schule eine hohe Priorität. Es wird endlich Zeit, dass Erbenheim die Halle bekommt. Dieser Neubau wird für eine Entspannung der Versorgungslage für den Sportbereich im Wiesbadener Osten sorgen. Das ist ein großer Gewinn für alle Schülerinnen und Schüler sowie die vielen Sportlerinnen und Sportler.

 

Viele Bauvorhaben, die Entwicklung von Wohnflächen, Maßnahmen im Sportbereich, Sanierungen und die Erarbeitung neuer Konzepte ergänzen das Pensum, das Stadtverordnetenversammlung, Magistrat und Stadtverwaltung in diesem Jahr bewältigen mussten. Ich danke allen, die in unserer Stadt Verantwortung tragen, Vorhaben beschließen und umsetzen sehr herzlich für ihre unverzichtbare Arbeit.

 

Nicht zuletzt fanden Anfang März die Kommunalwahlen statt; die Vertreterinnen und Vertreter für die Stadtverordnetenversammlung und für die 26 Ortsbeiräte wurden gewählt. Die Wählerinnen und Wähler haben den Parteien eine wirklich knifflige Aufgabe gestellt. Deshalb ringen die Parteien noch immer um die für unsere Stadt beste Lösung. Und eines kann ich Ihnen versichern: Das Wohl der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener ist der größte Maßstab bei den Verhandlungen – auch wenn Einigungen dadurch länger dauern und der Anschein besteht, manches ginge nur schleppend voran.  

 

Sie sehen, dass der Rückblick auf 2016 für unsere Stadt durchaus positiv ausfällt. Das gelingt nur in einer solidarischen, toleranten und vielseitigen Stadtgesellschaft. Allen, die diesen Gedanken mittragen und mitgestalten danke ich sehr.

 

Für viele Menschen beginnt jetzt die festlichste Zeit des Jahres. Familien treffen sich, können sich Zeit füreinander nehmen, essen gemeinsam, musizieren, singen und tauschen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum aus. Das Weihnachtsfest ist sicherlich so populär, weil sich seine religiöse Botschaft von Frieden und Versöhnung mit seinem Gemeinschaft stiftenden Charakter verbindet. Ich möchte an dieser Stelle allen Opfern, deren Angehörigen und Freunden gedenken, die dieses Jahr durch Gewalt, Hass und Terror ihr Leben lassen mussten. Wir sollten die Weihnachtszeit nutzen, um uns zu besinnen, unser Herz für gute Gedanken zu öffnen und Frieden einkehren zu lassen.  

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedliches, gesegnetes und auch fröhliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben sowie ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

 

Herzlichst  
Sven Gerich
Oberbürgermeister

 

 

Magistrat bringt neues „Wohnquartier Sommerstraße“ auf den Weg

„In der Sommerstraße sollen zukünftig Menschen wohnen anstatt Möbel zu kaufen“, teilt Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke mit. Nachdem die gewerbliche Nutzung der Fläche für Möbelfachmärkte bereits vor Jahren aufgegeben wurde, beabsichtigt der neue Eigentümer inzwischen, die auf dem Grundstück Sommerstraße 1 vorhandenen Bauwerke und Stellplatzanlagen abzubrechen und an gleicher Stelle ein Wohnquartier mit 104 Woh-nungen und einer Tiefgarage, einer Kindertagestätte, einem Kinderspielplatz, Begegnungs-räumen sowie einer Gewerbefläche zu errichten.

 

Da diese Umnutzung einer Änderung des Planungsrechts bedarf, hat der Eigentümer die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt und dem Stadtentwick-lungsdezernat die dazu erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt.

 

In der Sitzung am Dienstag, 6. Dezember, hat Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke dem Magistrat die Unterlagen zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans „Wohnquartier Sommerstraße“ zur Weiterleitung an den Ortsbeirat Dotzheim für seine Sitzung am 8. Dezember vorgelegt.

 

Die Wohnungen haben eine Größe von 45 bis 125 Quadratmeter und werden barrierefrei errichtet. Der Eigentümer plant, 70 Wohnungen für kleinere Einkommen und 35 Wohnungen für mittlere Einkommen anzubieten.

 

In der Tiefgarage, die über die Sommerstraße erschlossen ist, sind circa 96 Pkw-Stellplätze geplant. Für die Kindertagesstätte und die gewerbliche Nutzung sind weitere acht Stellplätze oberirdisch angeordnet. Fahrradstellplätze werden in Fahrradabstellräumen in der Tiefgarage und den Wohnungen zugeordneten Abstellräumen im Untergeschoss nachgewiesen. Ober-irdische Fahrradstellplätze befinden sich im Bereich der Gebäudezugänge.

 

Die Kindertagesstätte soll aus zwei Krippen-Gruppen und drei Elementargruppen bestehen. Die Begegnungsräume umfassen eine Nutzfläche von circa 120 bis 160 Quadratmeter zuzüglich erforderlicher Freiflächen.

 

 

Magistrat gibt Startschuss für den Bebauungsplan „Am Heiligenhaus / Nordenstadter Straße“ in Igstadt

Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 6. Dezember, den Startschuss für die Aufstellung des neuen Bebauungsplans „Am Heiligenhaus / Nordenstadter Straße“ im Ortsbezirk Igstadt gegeben und die Sitzungsvorlage für die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes zur Beratung und Beschlussfassung an den Ortsbeirat Igstadt weitergeleitet.

 

Mit dieser Sitzungsvorlage sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um das bislang als Mischgebiet festgesetzte Gebiet in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln. „Da es sich planungsrechtlich nur um ein kleines Grundstück handelt, soll dieses Vorhaben als Maßnahme der Innenentwicklung des Ortsteils Igstadt im beschleunigten Verfahren nach dem Baugesetzbuch erfolgen“, teilt Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke mit.

 

Das Plangebiet liegt am östlichen Rand der bebauten Ortslage von Igstadt südlich des Sportplatzes, im Westen an die Wohnbebauung der Nordenstadter Straße 41-43 und Am Heiligenhaus 5 und 12 sowie im Süden an die Wohnbebauung Am Heiligenhaus 7. Östlich an das Plangebiet angrenzend befindet sich derzeit eine landwirtschaftliche Nutzfläche, auf der die Landeshauptstadt Wiesbaden den Bau einer neue Feuer- und Rettungswache für die östlichen Ortsbezirke plant.

 

Auf dem nördlichen Teil des Wohnbaugrundstücks plant die Centra Immobilien GmbH zwölf Reihenhäuser sowie zwei Doppelhäuser, die über eine Tiefgarage von der Nordenstadter Straße aus erschlossen werden sollen, zu errichten.

 

Nach der Zustimmung des Ortsbeirates Igstadt und der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung im Februar 2017 soll dann der Bebauungsplanentwurf „Am Heiligenhaus / Nordenstadter Straße“ öffentlich ausgelegt werden. Während der Auslegungsfrist haben die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Anregungen zu der Planung beim Stadtplanungsamt vorzubringen.

 

   

Weiterer Lückenschluss im Radverkehrsnetz über Friedrich-Ebert-Allee und Lessingstraße geplant

„Der Magistrat hat in seiner heutigen Sitzung einen Vorschlag zur Querschnittsumgestaltung der Friedrich-Ebert-Allee zugunsten des Radverkehrs an die Ortsbeiräte Wiesbaden-Mitte und Wiesbaden-Südost zur Beratung weitergeleitet“, teilt Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke mit. Nach der Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung im kommenden Jahr kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bauvorbereitung und Begleitung erfolgen durch das Tiefbau- und Vermessungsamt.

 

Die Maßnahme in der Friedrich-Ebert-Allee für rund 200.000 Euro stellt gemäß Radverkehrskonzept einen Lückenschluss mit großer Verbindungsbedeutung für den Radverkehr dar und dient der Verkehrssicherheit des Fußgänger- und Radverkehrs. Im Radverkehrsnetz ist die Friedrich-Ebert-Allee eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung als Alternative zur Radroute entlang der Bahnhofstraße. Über die Friedrich-Ebert-Allee verläuft auch die Radverkehrsverbindung zwischen der Innenstadt, dem Hessischen Staatstheater, dem Warmen Damm und dem Landesmuseum sowie den Ortsteilen Bierstadt, Kloppenheim und Igstadt zum Hauptbahnhof und in den Ortsteil Südost.

 

„Diese Maßnahme schließt nahtlos an die bereits im Januar 2016 beschlossene Umgestaltung der Fläche vor dem RheinMain-CongressCenter und neue Radverkehrsanlage über die Friedrich-Ebert-Allee und Lessingstraße zum 1. Ring an“, unterstreicht Möricke.

 

Durch die zusätzliche geplante Änderung der Ampelschaltung an der Ecke Lessingstraße/ Friedrich-Ebert-Allee ist nicht nur ein flüssigerer Verkehrsablauf möglich, sondern wird auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit an diesem Knotenpunkt erreicht. Gleichzeitig sollen dort die vorhandenen taktilen Elemente für Sehbehinderte und Blinde an der Ampel ergänzt und Überquerungsstellen für den Fußverkehr geschaffen werden.

 

 

Verantwortlich wirtschaften in Wiesbaden – Unternehmen leisten Beitrag für eine nachhaltige Stadt

Was bedeutet verantwortliche Unternehmensführung für Wiesbadener Unternehmen und was haben die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen damit zu tun? Wie setzen sich Betriebe für die Stadtentwicklung ein und warum wird Transparenz auch für mittelständische Unternehmen immer wichtiger? Diesen Fragen widmete sich der erste CSR Regio.Net Praxistag am Montag, 5. Dezember, bei dem auch 27 Firmen für ihr Engagement ausgezeichnet wurden.

 

CSR Regio.Net Wiesbaden begleitet Wiesbadener Unternehmen dabei, ihre Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) zusammen mit anderen Unternehmen aus der Region voranzubringen. CSR steht dabei für verantwortliches Handeln in allen Bereichen der Unternehmenstätigkeit. Das reicht von verantwortlicher Unternehmensführung bei der Gestaltung innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie dem Auftreten gegenüber Zulieferern und Kunden (Markt), über ökologisch relevante Fragen (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit dem direkten Umfeld (Gemeinwesen). Verantwortung wird so zu einer gezielten Investition in die eigene Wettbewerbsfähigkeit und in eine Gesellschaft, in der auch nachfolgende Generationen ihre Chancen haben. Kern des Netzwerks waren 2016 eine Reihe von Qualifizierungs- und Vertiefungsworkshops, sowie ein Praxisbesuch bei der Fraport AG in Frankfurt.

 

Marcel Engel vom Deutschen Global Compact Netzwerk verdeutlichte die Bedeutung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als Richtschnur für mittelständische Unternehmen, etwa in den Bereichen Armut, Klimaschutz und ressourcenschonende Produktion. Peter Kromminga, Geschäftsführender Vorstand von UPJ ergänzte: „Ein wichtiges Ziel sind auch nachhaltige Städte. Um sie zu erreichen ist auch die Mitwirkung von Unternehmen gefragt: Betriebe aller Größen können ihren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Umwelt in Wiesbaden leisten, am besten in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und anderen Akteuren der Stadtgesellschaft.“

 

In parallelen Workshops stellten teilnehmende Unternehmen ihre Aktivitäten vor und diskutierten mit den Teilnehmern. So machte Marcus Fröb deutlich, dass SOKA-BAU als einem der größten Arbeitgeber und Vermieter in Wiesbaden „die positive Entwicklung des Gemeinwesens am Herzen liegt. Deshalb engagiert sich SOKA-BAU in vielfältiger Weise und übernimmt Verantwortung - zum Beispiel durch Patenschaften zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.“

 

Für Christoph Holderrieth bietet CSR Regio.Net einen doppelten Nutzen: „Das Netzwerk unterstützt uns dabei, unsere CSR-Aktivitäten weiterzuentwickeln. Gleichzeitig schätze ich als Geschäftsführer der Hofköche die Möglichkeit, mich mit anderen Unternehmern zu verantwortlicher Unternehmensführung auszutauschen.“

 

Oberbürgermeister Sven Gerich, Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden, und Peter Kromminga zeichneten 27 teilnehmende Unternehmen für ihr Engagement aus. „CSR ist gut für uns alle: gut für die Stadtgesellschaft, gut für die Unternehmen und gut für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich. „Die Anforderungen an die Unternehmen steigen“, ergänzte IHK Präsident Gastl, „In Zeiten von Digitalisierung und weltweiter Verfügbarkeit stehen Unternehmen unter permanenter Beobachtung. Sie sind gefordert, ihre Verantwortung mit Worten und Taten unter Beweis zu stellen – dabei geht es nicht um Gutmenschentum, sondern um gutes Management.“

 

Teilnehmende Unternehmen CSR Regio.Net Wiesbaden 2016:
Vertiefung  „Fortgeschrittene“:
•    Autohaus Haese GmbH
•    Brömer & Sohn GmbH
•    BOSSy GmbH
•    Carl Reichwein GmbH
•    ESWE Versorgungs AG
•    Fauth, Gundlach & Hübl GmbH
•    Gramenz GmbH
•    Haas & Co. Magnettechnik GmbH
•    Huhle Stahl- und Metallbau GmbH
•    Herrchen & Schmitt Landschaftsarchitekten GbR
•    Ikano Bank AB (publ),Zweigniederlassung Deutschland
•    Nassauische Sparkasse Anstalt des öffentlichen Rechts
•    R+V Versicherung AG
•    SOKA-BAU Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG
•    Theo Baumstark GmbH & Co KG Elektro-Heizung-Sanitär
•    Versicherungsgemeinschaft für das wirtschaftliche Prüfungs- und Treuhandwesen

 


Qualifizierung „Neu“:
•    Aareal Bank AG
•    BAUMHAUS GmbH
•    Bettmer GmbH
•    Die Hofköche GmbH
•    ESWE Verkehrsgesellschaft mbH
•    EXINA GmbH
•    Heimathafen Wiesbaden
•    INVENSITY GmbH
•    Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH/ Regionalgeschäftsstelle
•    Naumann Immobilien KG
•    SCHUFA Holding AG
•    TÜFA-TEAM GmbH

 

Für ihre Teilnahme an CSR Regio.Net Wiesbaden ausgezeichnet wurden:

•    AAREAL BANK AG
•    Autohaus Haese GmbH
•    Baumhaus GmbH
•    Bettmer GmbH
•    Brömer & Sohn GmbH
•    BOSSy GmbH
•    ESWE Verkehrsgesellschaft mbh
•    ESWE Versorgungs AG
•    EXINA GmbH
•    Fauth Gundlach & Hübl GmbH
•    Gramenz GmbH
•    Haas & Co. Magnettechnik GmbH
•    heimathafen Wiesbaden
•    HERRCHEN & SCHMITT Landschaftsarchitekten GbR
•    Hofköche GmbH
•    Huhle Stahl- und Metallbau GmbH
•    Ikano Bank AB (publ), Zweigniederlassung Deutschland
•    INVENSITY GmbH
•    Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH
•    Nassauische Sparkasse Anstalt des öffentlichen Rechts
•    NAUMANN Immobilien KG
•    R+V Versicherung AG
•    SCHUFA Holding AG
•    SOKA-BAU
•    Theo Baumstark GmbH & Co. Wärme- und Gesundheitstechnik KG
•    tüfa-team GmbH
•    Versicherergemeinschaft für das wirtschaftliche Prüfungs- und Treuhandwesen

 

Das Netzwerk ist offen für weitere Teilnehmer: Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Januar 2017 bei Juliane Philipp-Lankes ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) anmelden.

 

CSR Regio.Net Wiesbaden ist ein Vorhaben von UPJ e.V. in Kooperation mit und gefördert durch die Landeshauptstadt Wiesbaden. Die IHK Wiesbaden unterstützt die Umsetzung als strategischer Partner.

 

Von 2012 bis 2014 war CSR Regio.Net Wiesbaden Teil des bundesweiten Projekts CSR Regio.Net, und wurde im Rahmen des Programms „CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

Weitere Informationen:
http://www.upj.de/CSR-Regio-Net-Wiesbaden.289.0.html
http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft/buergerengagement-ehrenamt/verantwortliche-unternehmensfuehrung.php

 

   

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